Zitat von HG
Diese ganze "wenn, wenn" Diskussion ist sowas von mühselig. Fakt ist, diese Regeln gibt es und müssen demanch auch entsprechend umgesetzt werden. Dass es bei den Definitionen Spielraum gibt und dass es auch hier keine Beweistlastumkehr geben kann ist doch wohl allen klar. Also, who cares?
Aber vielleicht sollten manche das hier mal nicht so persönlich nehmen
http://www.spiegel.de/sport/fussball...426382,00.html
Du denkst hier zu eng: Das Regelwerk der FIFA und UEFA und der nationalen Verbände, kombiniert mit der Möglichkeit, vor ein Zivilgericht zu ziehen sind nicht so klar wie du das darstellst. Defakto haben wir hier keine gute, rechtlich klare Situation wie zum Beispiel beim BGB sondern viele sich Überschneidende Regelungen, das Problem, dass viele Tatsachenentscheidungen nicht revidiert werden können. Meistens hat jedes Gremium nochmal extra Diskretion für "Ausnahmefälle". Ein Wirrwarr also.
Kurzum: Sportsgerichtsbarkeit ist ein Chaos bis jetzt. Von dem her kommst du mit "die Regeln müssen angewandt werden" nicht weit, sondern musst dich eher an der Verhältnismässigkeit und dem gesunden Menschenverstand orientieren.
Es hat ja auch jeder ein de-facto Veto wenn er den Rechtsweg einlegt, da er so Prozesse fast beliebig rauszögern kann (siehe Italienskandal grad - das MUSS per Konsens gelöst werden, anders nicht machbar).
FAZIT: Zidane muss bestraft werden, Materazzi nur wenn ihm eindeutig was nachgewiesen werden kann. Das Finale wird nicht widerholt, und der WM Titel wird Italien schon gar nicht entzogen werden.
Wer behauptet, Italien wird wohl den WM Titel verlieren, dem biete ich hier eine Wette an: Der Verlierer hat dann bis zum nächsten WM Finale SP Verbot.
So. Hose runter - Schwanzvergleich.
gruss, ze