The Notorious B.I.G.
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The Notorious B.I.G. (* 21. Mai 1972 in Brooklyn, New York City; † 9. März 1997 in Los Angeles, Kalifornien; bürgerlich Christopher George Latore Wallace), auch als Biggie, Biggie Smalls, Big Poppa, B.I.G. und Frank White bekannt, war einer der bedeutendsten US-amerikanischen Rapper der 1990er-Jahre. Wallace gilt als Zugfigur des Hardcore-Rap und ist, gemessen an den Verkaufszahlen, einer der erfolgreichsten Rapper überhaupt. Archivaufnahmen wurden nach seinem Tod ebenfalls Verkaufserfolge. Wallaces Markenzeichen ist seine laid-back vorgetragene und reimtechnisch komplexe Vortragsweise, die durch ihre Aggressivität oft den düsteren Inhalt seiner Texte kontrastiert. Seine Lyrik war meist semi-autobiografisch und reichte von den desolaten Umständen als Rauschgifthändler im Ghetto New York Citys, über seine Depressionen, seine Schwierigkeiten als junger Vater und verstoßener Sohn bis hin zu Erzählungen über Feiern und Drogenexzesse. Der in Brooklyn geborene und aufgewachsene Wallace unterschrieb 1992 im Alter von 20 Jahren bei Sean Combs’ Label Bad Boy Records, wobei er zunächst durch Gastauftritte auf Singles anderer Künstler erste Bekanntheit erreichte. Sein 1994 veröffentlichtes Debütalbum Ready to Die gilt als Meisterwerk des Gangsta- und Hardcore-Raps und verhalf Wallace durch die Singles Juicy und Big Poppa zu internationalem Erfolg. Durch das Album avancierte er zur zentralen Figur des Eastcoast-Hip-Hop und konnte die Ostküste erstmals als gleichberechtigten Konkurrenten zur bis dato vom Westcoast-Hip-Hop dominierten Rapszene etablieren. Bei den Billboard Music Awards 1995 wurde er zum Rapper des Jahres prämiert. Im selben Jahr kollaborierte er mit mehreren Musikgrößen, darunter Michael Jackson, und im folgenden Jahr führte er auch seine Protegé-Gruppe Junior M.A.F.I.A., allen voran seine damalige Freundin Lil’ Kim, zum internationalen Erfolg. Nachdem sein ehemaliger Freund, der Rapper Tupac Shakur, 1994 angeschossen wurde und Wallace bezichtigte, den Attentäter angestiftet zu haben, wurde Wallace in einen Konflikt zwischen der Ost- und Westküste involviert, der sich ab 1995 zuspitzte und im East-Coast-West-Coast-Streit gipfelte. Seinen vorläufigen Höhepunkt fand der Streit, der zuvor vor allem über Disstracks und Schlägereien ausgetragen wurde, mit der Ermordung Shakurs im September 1996 in Las Vegas, Nevada. Nur sechs Monate später, am 9. März 1997, wurde auch Wallace bei einem Besuch in Los Angeles, Kalifornien niedergeschossen und erlag noch am selben Tag im Alter von 24 Jahren seinen Verletzungen. Sein bereits fertig gestelltes zweites Album Life After Death wurde zwei Wochen später veröffentlicht, erreichte die Spitzenposition der Billboard 200, verkaufte sich über 6 Millionen Mal und gilt – wie sein Debüt – als Meisterwerk des Hip-Hop. Wallaces Einfluss besteht bis heute. Rolling Stone bezeichnete ihn als den „besten Rapper, der je gelebt hat“ und sowohl Billboard als auch The Source kürten ihn zum „besten Rapper aller Zeiten“. Im Jahr 2006 setzte ihn MTV auf den dritten Platz ihrer Liste der „größten MCs“ und nannte ihn den „technisch anspruchsvollsten Rapper aller Zeiten“. Im Jahr 2020 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Leben und Karriere1972–1991: Frühes LebenWallace wurde am 21. Mai 1972 als einziges Kind jamaikanischer Einwanderer im St. Mary’s Hospital im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn geboren. Seine Mutter Voletta Wallace († 21. Februar 2025) arbeitete als Vorschullehrerin, sein Vater George Latore war Fabrikarbeiter und kurzzeitig als Politiker aktiv. Er verließ die Familie, als Wallace zwei Jahre alt war. Zu dieser Zeit übte seine Mutter zwei Berufe aus, um ihr Kind zu ernähren. Wallace wuchs in 226 St. James Place in Brooklyns Clinton Hill auf, nahe der Grenze zu Bedford-Stuyvesant. Streng katholisch erzogen besuchte Wallace die Queen of All Saints Middle School, in der er als besonders hervorragender Schüler hervortrat; für seine Leistungen in Englisch konnte er mehrere Preise gewinnen. Jeden Sonntag besuchten Wallace und seine Mutter die St. Peter Claver Church in ihrem Stadtteil. Im Alter von 10 Jahren erhielt Wallace aufgrund seines starken Übergewichts den Spitznamen Big. Nach eigenen Angaben stieg Wallace mit 12 Jahren mit seinem Freund Damion Butler, bekannt als D-Roc ins Drogengeschäft ein. Seine Mutter erfuhr erst im Erwachsenenalter davon. Als Jugendlicher begann Wallace mit dem Rappen, wobei er zunächst nur mit lokalen Gruppen wie den Old Gold Brothers und den Techniques auftrat, um die Leute auf seiner Straße zu unterhalten. Sein ältester bekannter Künstlername war MC CWest. Auf seinen Wunsch hin wechselte Wallace von der Bishop Loughlin Memorial High School in Fort Greene zur George Westinghouse Career and Technical Education High School in Downtown Brooklyn. Laut seiner Mutter war Wallace immer noch ein guter Schüler, entwickelte aber eine „Klugscheißer“-Einstellung. Als er ein Jahr später, 1991, erneut wegen des Handels mit Crack in North Carolina verhaftet wurde, kam er für neun Monate ins Gefängnis, ehe er auf Kaution freikam. In den Straßen von Brooklyn konnte sich das Tape zwar rasend verbreiten, bekam allerdings außerhalb von Brooklyn kaum Aufmerksamkeit. Dies änderte sich 1992 schlagartig, nachdem Mister Cee, DJ des namhaften Rappers Big Daddy Kane, das Tape gehört und es dem bekannten Hip-Hop-Magazin The Source weitergeleitet hatte. Hierdurch wurde Sean „Puffy“ Combs, damals Angestellter in der A&R-Abteilung von Uptown Records auf Wallace aufmerksam, der wenig später ein Treffen mit Wallace arrangierte. Im April wurde Wallace auf Empfehlung Combs von Uptown unter Vertrag genommen; 1993 hatte er seinen ersten Gastbeitrag auf dem Song „A Buncha Niggas“ seiner Labelkollegen Heavy D & the Boyz. Mitte des Jahres feuerte Uptown Combs aus unbekannten Gründen, sodass dieser eine Woche später mit Bad Boy Records sein eigenes Label gründete. Wallace entschied sich, seinen Vertrag mit Uptown zu beenden und wechselte zu Bad Boy. Am 8. August 1993 gebar Wallaces Freundin Jane Jackson sein erstes Kind, seine Tochter T’yanna, Wallace versprach seiner Ex-Freundin und Tochter „alles, was sie braucht“, um ihr eine gute Schulausbildung zu ermöglichen; er war bis zu seinem Tod überzeugt, dass er mit den notwendigen finanziellen Mitteln seinen Abschluss als Klassenbester gemacht hätte. Um für seine Tochter finanziell auszusorgen, handelte Wallace weiterhin mit Drogen, bis Combs dies entdeckte und ihn zwang, aufzuhören. Zu dieser Zeit machte ein örtlicher Drogenhändler Wallace mit Tupac Shakur bekannt, einem Untergrund-Rapper, der mit seinem zweiten Album Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z. erste Erfolge an der Westküste der Vereinigten Staaten verzeichnen konnte. Labelkollege Lil’ Cease erzählte später, dass Shakur und Wallace außerhalb ihrer gelegentlichen gemeinsamen Auftritte eine enge Freundschaft pflegten und oft auf Reisen miteinander waren. Wallace habe Shakur regelmäßig in dessen Haus in Los Angeles besucht. Zu der Zeit bewarb Shakur Wallace als Überraschungsgast bei seinen Liveauftritten und machte ihn dadurch erstmals auch an der Westküste des Landes bekannt. Gemeinsam nahmen sie mehrere Lieder auf, darunter Runnin’ from tha Police, House of Pain und Let’s Get It On, die ursprünglich auf Shakurs nächstem Studioalbum Me Against the World veröffentlicht werden sollten. Yukmouth, ein Rapper aus Oakland, behauptete später, dass Wallaces Stil von Shakur inspiriert war. Dieser gab zwar zu, dass Shakur ihn ermutigt hätte, auch kommerziellere Musik für das Radio zu schreiben, verwarf den Vorwurf aber ansonsten: Dem Remix von Real Love folgte ein weiterer Remix eines Mary J. Blige-Songs, What’s the 411? Wallaces Erfolge setzten sich, wenn auch in kleinem Schritt, mit Remixen von Neneh Cherrys Song Buddy X und dem Song Dolly My Baby des Reggae-Künstlers Super Cat, ebenfalls mit Combs, fort. Im April 1993 wurde Wallaces Solotitel Party and Bullshit auf dem Soundtrack von Ted Demmes Film Who’s the Man? veröffentlicht. Im Juli 1994 erreichte er seinen ersten nationalen Erfolg durch einen Gastauftritt auf einem Remix des Songs Flava in Ya Ear seines Labelkollegen Craig Mack auf, der Platz 9 der Billboard Hot 100 erreichte. Kurz darauf wurde zu Party and Bullshit auch ein Musikvideo gedreht, in dem neben Combs und Shakur auch die noch unbekannte Rapperin Lil’ Kim auftrat, für die Wallace später zum Mentor und Liebhaber wurde. |
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